100 Jahre Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.

1933: Kampf der Nationalsozialisten gegen die Konsumgenossenschaften

Konsumverein
Zerstörung der Produktionsläden durch die Nationalsozialisten. Fotografie von 1930.

Den Nazis waren die Konsumgenossenschaften von Anfang an ein Dorn im Auge. In ihrer Propaganda bekämpften sie sie gleichzeitig mit den oft in jüdischer Hand liegenden Warenhäusern. 1932/1933 haben die Nazis zahlreiche Schaufensterscheiben von Konsumläden zerstört, die Läden beschmiert und in Einzelfällen auch in Brand gesteckt. Nachdem sie an der Regierung waren, haben sie ihr Zerstörungswerk gegen die Konsumgenossenschaften zielgerichtet weiterverfolgt. Zunächst wurde mit dem Rabattgesetz von 1933 die Rückvergütung auf 3% begrenzt und damit das Interesse an der Mitgliedschaft in der Konsumgenossenschaft entscheidend beschnitten. Dann wurde den Konsumgenossenschaften verboten, Spareinlagen anzunehmen, was zu einem erheblichen Verlust an liquiden Mitteln führte und zahlreiche Konsumgenossenschaften an den Rand des Ruins brachte. Schließlich erzwangen die Nazis die Liquidation aller Genossenschaften, denen es wirtschaftlich nicht mehr gut ging, so beispielsweise der Konsumgenossenschaften in Berlin. Kiel, Lübeck  und Hannover.

1941 wurde die Zerstörung der Konsumgenossenschaften abgeschlossen, indem ihre Einrichtungen in das sogenannte Gemeinschaftswerk der deutschen Arbeitsfront überführt wurden.

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