100 Jahre Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.
Die Genossenschaftsidee lebt
taz Mitgliederwerbung
Wenn wir heute von Konsumgenossenschaften reden, dürfen wir uns nicht auf das klassische Bild beschränken, wie es einst von Unternehmen wie der Hamburger PRO oder von Konsum Berlin geprägt worden ist. Zum Konsum gehören nicht nur Waren, sondern immer mehr auch Dienstleistungen, und so zählen heute vor allem Dienstleistungsgenossenschaften zum Kreis der Konsumgenossenschaften.
Beispielsweise gibt es in Hamburg und Bremen jeweils eine Genossenschaft von Behinderten, in denen sich diese ihre Betreuung selbst organisieren und damit ein großes Stück Menschenwürde zurückgewinnen. Es hat sich herumgesprochen, dass „die tageszeitung“ eine Genossenschaft ist und wahrscheinlich gäbe es die taz gar nicht mehr, wäre sie keine Genossenschaft. Im Sinne der genossenschaftlichen Sicherung der Lebensmittelqualität wurden Genossenschaften für den Vertrieb ökologischer Nahrungsmittel gegründet. Freie Schulen werden in der Rechtsform der Genossenschaft geführt und eine der jüngsten Konsumgenossenschaften ist schließlich die im Jahre 2000 gegründete Greenpeace energy eG, die mit sauberem Strom handelt. Und daraus ergibt sich der einfache Schluss: Die Genossenschaftsidee hat zahlreiche Wandlungen durchlaufen. Aktuell ist sie immer noch.

